Es geht um die Vorbereitung auf das Leben. Auf das Leben in
der Welt. Neun Monate haben wir Gelegenheit im Mutterleib uns auf das Leben
vorzubereiten. Wir ruhen sanft in der Geborgenheit de Mutter, wir werden
ernährt. Wir hören die Stimmen der Menschen, die uns in den nächsten Jahren
begleiten werden. Wir werden auf die Welt eingestimmt.
Wenn wir die Welt betreten,
als Säuglinge, Kleinkinder und dann grösser werden, haben wir unsere
Familie und Lehrer an unserer Seite. Bis wir auf das Leben in der Welt
vorbereitet sind, vergehen viele Jahre.
Dann verändert sich die Welt für uns. Wir sind es, die die
Welt bewegen und zusammen mit unseren Mitmenschen die Welt formen, nach unserem
Bild . Wir sind es, die unsere Kinder und Kindeskinder vorbereiten und ihnen
das Rüstzeug geben, um die Welt zu
gestalten. Wir sind in die Welt gekommen, um unsere eigene Welt zu gestalten,
unseren kleinen Teil beizutragen, die Evolution der Schöpfung weiterzubringen.
Aber wer sieht sich wirklich in dieser Rolle? Wir kommen uns klein und unbedeutend vor. Man
hat uns ungenügend auf unsere Rolle vorbereitet. Wir kommen oft selbst kaum mit
unserer kleinen Welt zurecht. Wie
sollten wir uns da als Werkzeug des Schöpfergeistes empfinden? Wie an der Evolution der Schöpfung mitwirken?
Wie kleingeistig wir Menschen doch sind. Allein unser Körper
und unser Geist sind ein Wunder der
Schöpfung. Wir sind mit allem ausgestattet,
was wir für unser Leben brauchen. Wir haben eine lange Vorbereitung
durchlaufen, bis wir in die Welt entlassen wurden. Von uns wird nur erwartet,
dass wir unsere eigene kleine Welt verwalten, wir haben alle Voraussetzungen
dafür mitbekommen. Das gilt für die Welt des Menschen aber auch für die Welten
aller Lebewesen. Jedes Wesen ist darauf vorbereitet und hat die dafür
notwendigen Talente mitbekommen.
Was aber, wenn unsere Rolle in der Welt sich ihrem Ende
zuneigt? Wer hat uns auf den Moment
unseres Todes vorbereitet. Was geschieht mit unserem Leben, wenn wir den Körper
wieder an Mutter Erde zurückgeben? Hat
uns je eine Religion, Philosophie oder
Wissenschaft eine überzeugende Deutung gegeben, was mit dem Leben geschieht,
wenn die Energie unseren Körper verlässt? Es gibt niemand, der uns mit
Gewissheit sagen könnte, was der Tod für unser Leben und die Seele bedeutet,
und niemand hat uns auf das Sterben vorbereitet. Nur wir selbst werden im Moment des Todes
erfahren, ob das Leben in uns weiterlebt.
Vielleicht hilft es, wenn wir uns durch unser Leben auf den
Tod vorbereiten. Wenn wir die Talente
gut verwalten, die uns das Leben mitgegeben hat Gut verwaltet haben wir unsere Talente, wenn
wir alles das gemehrt haben, zu dem wir
befähigt waren. Das beginnt mit unseren
Familien, die wir mit Liebe geformt haben, mit unserem Beruf in der Welt, den
wir verantwortungsvoll zum Nutzen aller ausübten, aber auch durch die Verbindung mit unserer geistigen Welt, die unsere Seele
formte und weiterentwickelte. Das sind die Talente, über die wir am Ende
unseres Lebens abrechnen, und die wir gemehrt haben. Wir selbst sind dann der
Richter, der über uns selbst richtet.
Eine bessere Vorbereitung auf den Tod, als die Talente gut zu
nutzen die uns das Leben mitgegeben hat, kann ich mir nicht vorstellen.