Wenn wir von unserem Glauben sprechen, dann meinen wir
Religionen, fromme Bücher und Worte. Wir
glauben an Etwas. Und dieses Etwas kann immer noch von unseren
Gedanken erfasst werden. Erst
wenn wir begreifen, dass Worte und Gedanken Etwas
sind nähern wir uns dem Bereich, der der tieferen Wahrheit entspringt. Solange
ich glaube, dass mich Religion oder Philosophie
der Wahrheit näher bringen, bin ich weit von der Wahrheit entfernt. Worte und Gedanken sind Energieformen, die
von unserem Verstand erfasst werden. Wir glauben an Etwas das unser Verstand
noch verstehen kann. Wir übersehen aber die übergeordnete Kraft, die jedem Wort
und jeder Erscheinungsform zu Grunde
liegt. Die Bilder und Worte, die unsere Religionen und Philosophien enthalten,
können aber nur Wegweiser sein zu dem was wir als den Urgrund unseres Seins erfahren.
Solange wir an Worte und fromme Bücher glauben, nageln wir, metaphysisch
gesprochen, die mit den Worten verbundenen Wahrheiten immer wieder
ans Kreuz, das Kreuz hier als Symbol für die Gebundenheit
an Materie verstanden.
Erst wenn es gelingt, den Glauben an Worte zu überwinden,
die Bilder die sich mit Worten verbinden hinter uns zu lassen, nähern wir uns
der Wahrheit hinter dem Glauben. Erst hinter dem Glauben dringen wir in das
Land der Wahrheit vor. Dann wird Glaube
zu Wissen, zu einem Wissen um die
tieferen Wahrheiten die allen physischen Erscheinungsformen, auch den Worten,
innewohnen. Erst wenn der Glaube stirbt wird die Wahrheit sichtbar.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen