Ostern ist in den christlichen Ländern einer der wichtigsten
Feiertage des Jahres. Es geht um den
Sieg des Lebens über den Tod. Den Wenigsten von uns ist bewusst, dass wir unser
ganzes Leben diesen Sieg über den Tod erleben.
Jeden Tag sterben in uns Millionen von Zellen und werden von
neuen Zellen ersetzt. Der Tod ist ein ständiger Begleiter des Lebens. Ohne den
Tod wäre uns das Leben nicht begreifbar. Das gilt nicht nur für den Menschen,
sondern für die ganze Natur. Nur dem Menschen ist dieser Vorgang bewusst.
Was geschieht am Ende eines menschlichen Lebens wirklich?
Das Leben in uns beendet den physischen Vorgang der Erneuerung der Zellen und
gibt die gebundene Energie in uns frei. Die Energie kehrt an ihren Ursprung
zurück, das übergeordnete Leben aber vereint sich wieder mit seiner Gesamtheit.
Nichts geht jemals verloren. Das lehrt uns Ostern.
Alles menschliche Wissen
und Denken ist nicht in der Lage, das Wunder des Lebens zu erfassen, obwohl
sich das Leben in der gesamten Schöpfung offenbart. Wir haben keinen Tod und
keine Vernichtung zu befürchten. Wir geben im Tod nur die in uns gebundene
Energie wieder frei, und unser Leben kehrt an seinen Ursprung zurück.
Wir wissen nicht, ob
das in allem manifestierte Leben in einer Seelenwanderung sich wiederholt, in der Natur, in Pflanzen und
Tieren, oder in menschlichen Individuen, über Generationen hin, von Leben und
Tod. Diese Ungewissheit ist ein Teil unseres Lebens. - Eine Gewissheit aber
können wir haben: Nichts ist endgültig vergänglich,
alles kehrt an seinen Ursprung zurück, selbst Planeten werden geboren und sterben wieder in
dunkler Materie und werden neu geboren, seit ewigen Zeiten.
Das ist die Botschaft,
die wir an Ostern erhalten. Das Leben ist unvergänglich, der ewige Wandel von
Tod und Erneuerung ist das ewige Gesetz in uns. Nicht nur der Mensch, sondern die
ganze Natur ist erfüllt von ewigem Leben. Und wenn wir auf ein erfülltes Leben zurückblicken
können, dann haben wir die uns geschenkten Talente genutzt, nicht nur zu unserem
eigenen Wohl, sondern zum Wohl der gesamten Schöpfung
Wenn wir eigenverantwortlich unser Leben in die Hand
genommen und unsere, uns geschenkten
Talente gut verwaltet haben, dann brauchen wir uns vor dem Tod nicht zu
fürchten. Vielleicht können wir uns im Tod mit der Gesamtheit wieder vereinen,
- vielleicht aber entschliessen wir uns zur Wiederkehr, um das Leben erneut,
vielleicht besser und bewusster zu versuchen. Die Auferstehung oder Wiederkehr ist
vielleicht die wichtigste Entscheidung, der wir uns am Ende unseres Weges durch die Welt zu stellen haben, wenn
wir den Blick zurück auf unser Leben werfen. Daran erinnern wir uns Ostern,
wenn der Frühling uns mit seinem Neubeginn an das Erwachen des Lebens erinnert.
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