Samstag, 9. Mai 2026

Vom Wandel der Welt

Die Welt und alle Dinge dieser Welt befinden sich im ewigen Wandel. Nichts bleibt so wie es ist. In jedem Augenblick ist alles, was ist, schon etwas anderes.

Wir können uns diesem Fluss des Lebens als Menschen nicht entgegenstellen. Wir können nicht sagen,  wir möchten ewig jung bleiben, weil das dem Fluss  des Lebens widerspricht.  Der Mensch neigt dazu, den Dingen  in seiner Vorstellung eine feste Form zu geben, das gilt für die Lebewesen, wie auch für das scheinbar leblose Gegenständliche, das ihn umgibt.  Aber das  ist nur eine Täuschung seiner Sinne. Alles befindet sich im  Wandel, es ist nur unsere Wahrnehmung, die uns täuscht.

Bei den Lebewesen sehen wir am ehesten dieses Gesetz des Wandels. Wir erleben die Jugend, die Reifung und das Alter. Das gilt aber auch für die Sterne und diese Erde. Nichts bleibt so, wie es ist. Alles wandelt sich. Unser Leben, und die gesamte Schöpfung ist in jedem Moment eine andere.

Aller Wandel vollzieht sich beim Menschen in der Polarität der Gegensätze. Nur der Mensch ist in die Polarität hineingeboren, nur für ihn gilt gut und schlecht, schön und hässlich, Krieg und Frieden. Sein ganzes Leben wird von Gegensätzen bestimmt.  Auf seinem Weg durch die Welt steht der Mensch immer wieder vor der Entscheidung, in welcher Richtung er sein Leben steuern soll. Vom sinnhaften zum sinnlosen Leben, welcher Weg ist der Richtige?

Wenn sich eine Mehrheit  der Menschheit für den scheinbar  leichtesten Weg durch das Leben entscheidet, ist nicht auch dieser Weg durch die Schöpfung vorgesehen,  auch wenn er möglicherweise in die Selbstzerstörung führt?  Sind nicht alle Möglichkeiten des Lebens Teil des Schöpferwillens, gleich ob sie dem menschlichen Verstand gut oder schlecht erscheinen?

Wir werden diese Fragen als Menschen nicht beantworten können. Gesetzbücher oder Religionsschriften versuchen nur das Miteinander des Menschen zu regeln. Die Polarität des Menschseins können sie nicht beseitigen.  Der Weise aber versucht den Mittelweg zu finden, den Weg durch die Gegensätze. Indem er sich der Gegensätze in sich und in der Welt  bewusst ist,  führt er in sich die Gegensätze der Welt wieder zurück in die Einheit.   Im Weisen lösen sich die Gegensätze auf, werden wieder eins mit der Gesamtheit, in der es keine Gegensätze gibt.   

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