Mittwoch, 4. Januar 2017

Negative Gedanken



Wenn wir negative Gedanken haben, verändert sich unser gesamtes Umfeld. Es ist, als ob wir in eine kleine Kammer eingeschlossen wären, mit einem Fenster, das von unseren Gedanken mit so dunklen Flecken übersät ist, dass der Blick nach aussen nicht mehr möglich ist. Die Gedanken drehen sich im Kreis, immer  um uns, um unsere Person, um alles was falsch gelaufen ist in der Vergangenheit, um die  dunkle Zukunft, suchen nach Schuldigen, die dafür verantwortlich gemacht werden, warum in unserem Leben nicht alles so gelaufen ist, wie wir es uns einmal vorgestellt haben. Entsprechend wird die Zukunft in den düstersten Farben gesehen. Dieser Zustand kann so stark werden, dass die Psychologen von Depression sprechen.  Menschen die mit uns leben werden in Mitleidenschaft gezogen, sie werden oft angesteckt und nur der sehr gesunde  Mensch hält dem dunklen Gedankensturm stand. Dabei liegt der Schritt in die Gesundung ganz nah, es ist der Schritt zum Fenster, zum Licht, das hinter den dunklen Scheiben  liegt. Öffne ich das Fenster, dann strömt das Licht hinein, das die ganze Zeit durch meine dunklen Gedanken verborgen war. Das Licht öffnet mich     der Gegenwart des jetzigen Momentes, die dunklen Gedanken verblassen,  ich lasse  die  Schönheit dieser Welt in mein Inneres, ich trete aus der einsamen Kammer in die Natur,  der Quälgeist in meinem Hirn wird zum Schweigen gebracht, ich erlebe  die Zukunft im Jetzt, ich lerne wieder fliegen und mich  wie die Vögel am Himmel fühlen,  Ich öffne mich wieder dieser Welt und dem Himmel in mir. Ich werde wieder der, der ich einmal war.

Samstag, 31. Dezember 2016

Mein problematisches Ich



Wenn ich geboren werde kenne ich keine Probleme.  Erst mit zunehmendem Alter beginnt mein Verstand Probleme zu sehen. Probleme entstehen, wenn durch das Geschehen um mich Situationen entstehen, die mein Verstand als nicht vereinbar mit meiner Vorstellung von meinem Selbst einordnet. Dabei ist allein die subjektive Wahrnehmung entscheidend. Was bei mir problematisch erscheint,  führt bei einem anderen zu keinem Problem.  Es scheint daher nur subjektive Probleme, keine objektiven Probleme zu geben. Was entscheidet, ob ich ein Problem habe?  Allein meine subjektive Wahrnehmung einer Situation.  Was ist der Auslöser für diese subjektive Wahrnehmung?  Mein Verstand der ein Ego in mir geschaffen hat, das etwas als Problem empfindet.  Wenn ich den Verstand  mit seinem Denken ausschalte, den Denker in mir zum Schweigen bringe, nehme ich die Probleme nicht mehr wahr. Oder wie der Buddhist sagt:  Kein Ego, keine Probleme.

Samstag, 24. Dezember 2016

Meine Weihnachtsgeschichte


Wenn ich Heiligabend mit meiner Familie, meinen  Kindern und Enkeln Weihnachten feiere, denke ich mit Dankbarkeit an die vielen Weihnachten zurück, die wir in Frieden verbringen durften. Heute schauen die kleinen Enkel auf die Krippe und hören die Geschichte von Maria und Josef und dem Christuskind.  Und mir wird bewusst, wie schnell die Zeit unseres Lebens verstrichen  ist und  wie sich in mir das Bild  der Weihnachtsgeschichte vom äusseren Geschehen  in eine andere Dimension verschoben hat.  Ich blicke auf  den Stall mit der Krippe und mir wird bewusst,  dass ich selber dieser kleine vergängliche Stall bin in dem das Weihnachtsgeschehen  stattfindet.  -  In mir selbst wird heute das Kind geboren. Das Kind ist  das Licht,  das  die Dunkelheit  meiner Unwissenheit besiegt.   Ochse und Esel schauen nur noch zu,  sie sind meine menschliche unbewussten Welt,  die ich überwunden habe, denn das Licht der Erkenntnis verdrängt das Unbewusste in mir . Heute wird in dieser heiligen Nacht für alle Menschen  das Licht  geboren,  das tiefere  Bewusstsein  um unser menschliches Sein.  Und die Weisen aus dem Morgenland bringen uns als Gabe  das Wissen um die Fülle  des Lebens, den eigentlichen Reichtum dieser Welt.  Heute  vollzieht sich die Weihnachtsgeschichte  in mir und in jedem, der die Heiligkeit dieser Nacht verspürt.   Der  Stern über der Krippe ist das Licht der höheren Erkenntnis die  jeder erfährt, der die tiefe Symbolik des Geschehens in Bethlehem erkennt.      

Sonntag, 20. November 2016

Was ist



Gott -  die allumfassende übergeordnete Intelligenz

Himmel – die Gegenwart Gottes in allem

Erde – Energie in verschiedenen Frequenzen

Energie – individualisierte übergeordnete Intelligenz

Liebe – das Erkennen Gottes in Allem

Leben – göttliche Energie

Sinn des  Lebens -  Erleuchtung

Erleuchtung -  Erwachen des Menschen

Erwachen – Erkennen der Anwesenheit Gottes in Allem

Erlösung – Freiheit von Gedanken und Formen

Frieden – jenseits von Selbst und Vernunft

Jetzt – jenseits der Illusion von Zeit

Geburt – individualisierter Raum

Tod – Rückkehr in das Sein



Montag, 24. Oktober 2016

Vergänglichkeit


Gestern hörte ich einen Vortrag eines israelischen Philosophen über das Thema Homo Deus. Der Mensch der immer mehr  Funktionen übernimmt, die in der Genesis Gott vorbehalten sind. Die künstliche Intelligenz die uns hilft den Schöpfungsprozess selbst durchzuführen.  Und schauen wir uns genauer an, was da geschaffen wird,  es sind Formen,  materialisierte Gedanken, alle dem Verfall preisgegeben, sie kommen und gehen, so wie wir selbst kommen und gehen.

Wir haben einen Traum von unserem Leben, wenn wir jung sind, was wir alles mit unserem Leben machen wollen. Wenn wir älter sind, was unser Leben war,  es erscheint alles wie ein Traum, der flüchtig vorbei ist, wenn wir erwachen. Wann erwachen wir,  schon wenn wir uns des Traumes bewusst werden, oder erst wenn der Traum zuende ist, also unsere physische Existenz endet?  Ich denke schon in unserem Leben können wir erwachen und vielleicht ist das der eigentliche Sinn unseres Lebens, das Erwachen oder wie Religionen es nennen, die Erlösung, die Erleuchtung.  Sich bewusst werden der Vergänglichkeit unserer Form, aller Formen,  dieser Erde, des gesamten Universums. Sich bewusst werden der Dimension in uns die uns selbst erkennen kann,  die der Urgrund  unseres Seins ist, aus der wir kommen und in die wir zurückkehren. Wie Hesse es ausdrückt – nur die ewige Mutter bleibt, die mit ihrem Finger flüchtig unseren Namen schreibt- . 

Der Mensch wird sicher in der Lage sein, den Schöpfungsakt auf der Ebene der Energie und Materie nachzuvollziehen, er wird es deshalb können, weil er vom gleichen Geist ist, wie alles Geschaffene. Man kann dem Menschen nur wünschen, dass er auch vom gleichen Geist beseelt ist, der sich an dem Erschaffenen erfreuen kann und nicht wie bisher nur  Tod und Verderben  über die Schöpfung bringt. Vor allem aber muss der Mensch aus seinem Traum vom Leben  zum Erwachen kommen,  den Geist in sich erkennen, der seinen Schöpfungsprozess erst möglich macht. Wenn der Mensch zum Leben erwacht, erkennt er den wahren Umfang der Schöpfung und wird in tiefer Ehrfurcht vor dem Leben in Allem,   sich eingliedern  in diesen wunderbaren Schöpfungsprozess.  Er erwacht aus dem Traum von dem er glaubt es sei sein Leben und tritt ein in den Raum der unendlichen Möglichkeiten.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Psychoanalyse und Natur


Beim Lesen eines Heftes von GEO Wissen zum Stand der Psychoanalyse fiel mir bei den geschilderten Fällen auf,  dass alle in ihrer Kindheit  in problematischen Familien lebten und ihnen Liebe fehlte. Man kann eine Parallele zu Pflanzen ziehen, die an der falschen Stelle stehen oder unter Wassermangel leiden und verkümmern. Immer mehr scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass nicht die Wortanalyse oder Medikamente  diesen Menschen helfen, sondern  Meditation und Bewegung.  Menschen  die in ihrer Jugend verkümmert sind und sich minderwertig fühlen werden durch das Verpflanzen in die Natur und durch seelische  Nahrung geheilt. In der Natur wird kein  Tier an Depression und Burnout leiden. Erst durch die Evolution des Menschen hat sich der Verstand entwickelt und mit ihm die Emotionen. Das Kind in einer liebevollen Umgebung wächst in seinem natürlichen Zustand auf und kann sich als Mensch entfalten. Das verkümmerte Kind fühlt sich minderwertig. Heilung kann nur geschehen, wenn es in seinen  seelischen Urzustand zurückversetzt wird, zurück in die Natur geführt wird. In der Evolution hat der Verstand beim Menschen das Szepter übernommen.  Dabei ist immer mehr der natürliche Urzustand der Seele in Vergessenheit geraten.  Jetzt fängt der Mensch an, sich zu erinnern wo er herkommt, an seine eigentliche Natur. Heilung geschieht heute durch Rückbesinnung auf das was wir wirklich sind, durch Bewegung werden wir uns unseres Körpers bewusst, durch  Meditation verdrängen wir die Verstandesaktivitäten, wir werden uns des Lebens bewusst, das in uns und in der gesamten Schöpfung sichtbar ist.  Und da deuten sich auch die nächsten Schritte der Evolution des Menschseins an: die Rückbesinnung auf das was vom Verstand verdeckt ist,  auf das was der gesamten Schöpfung zugrundeliegt, auf das was wir nur in der Stille und den weiten Räumen erfahren können, die jenseits unseres menschlichen Denkens liegen.

Dienstag, 6. September 2016

Körperbewusstsein

Die heutige Jugend lebt körperbewusst. Im Fitnessstudio sehe ich die Menschen mit earphones sich anstrengen, vielleicht sollen Fettpolster ab und Muskeln aufgebaut werden. Warum wenden Sie nicht auch ihren Geist auf das was sie vorhaben? Sie langweilen sich und hören Musik, vielleicht denken sie, ich muss das machen, hoffentlich habe ich das bald hinter mir. Wieviel erfolgreicher wäre es, wenn sie auch ihre Aufmerksamkeit  auf ihre Aktivitäten lenken würden. Wenn sie jeden Muskel bewusst nutzten,  ihre Gedanken dahin lenken würden, wo sie vom Körper Leistung abverlangen. Unser Geist lenkt auch unsere körperliche Aktivität. Je mehr wir uns auf das konzentrieren, was wir jetzt machen, umso besser wird das Resultat. Wenn ich im Fitnessstudio Leistung von meinem Körper verlange, dann erhalte ich bessere Resultate, wenn ich meinem Körper auch mein Bewusstsein zuwende und nicht mechanisch Übungen mache.  Spitzensportler sind mit ihrem Geist voll dort, wo sie sich Höchstleistungen abverlangen. Aber auch ich als normaler Sporttreibender habe bessere Resultate, wenn ich geistig bei dem bin, was ich tue. Also besser die Ohrstöpsel raus und meine Aufmerksamkeit meinen Muskeln schenken.