Alles Leben entsteht aus der Einheit. Durch die Geburt tritt der Mensch in sein Leben. Kurz nach der Geburt beginnt die Entwicklung der Persönlichkeit. Schon als Kind lernt der Mensch seinen Namen und fängt an sein Ego zu entwickeln. Mit zunehmendem Verstand entfernt er sich immer weiter von der Einheit. Der Verstand macht ihn glauben, seine materielle Erscheinungsform wäre sein ich. Er vergisst woher er gekommen ist. Der Mythos vom " verlorenen Sohn" beschreibt die Entfernung vom Vaterhaus (der Einheit) den Weg in die "die Zweiheit" und in die "Verzweiflung". Ursache für die Verzweiflung ist der Zweifel. Man beachte in allen Wörtern die zwei. Das Ego wird nur in unserer materiellen Erscheinungsform entwickelt. Mit dem Tod stirbt das Ego. Aus dem Ego fliesst die Angst vor dem Tod und die Angst vor dem Verfall der materiellen Erscheinungsform.
Der Weg des Menschen ist daher ein Weg in die Zweiheit und zurück in die Einheit, wenn es nicht ein Weg werden soll, der in die Verzweiflung mündet. Dabei ist es nur eine Illusion zu denken, wir wären nicht allezeit mit der Einheit verbunden, ein Wahnsinn der durch die Entwicklung des kollektiven Verstandes in der Menschheitsgeschichte entstanden ist. Es ist Sinn unseres Lebens den Weg zurückzufinden in die Einheit, den Zweifel des Verstandes zu überwinden. Es hat Millionen von Jahre gekostet in die Zweiheit zu gelangen und in den Glauben, die materiellen Erscheinungsformen wären alles was wir sind. Es kostet aber nur einen Moment der Erleuchtung um in die Einheit zurückzufinden.
Mittwoch, 5. Oktober 2011
Donnerstag, 4. August 2011
Das Bewusstsein
Das bewusste Sein steht in unserem Leben als Ziel auf unserem Weg durch die Formen. Bevor wir zum Bewusstsein erwachen, versuchen wir die Welt mit der Kraft unseres Verstandes zu erfassen. Dabei ist unser Gehirn mit seinen Milliarden von Neuronen eine der sublimsten Formen, die unser Bewusstsein geschaffen hat. Das Gehirn ist nur nicht mit der Fähigkeit ausgestattet, seinen Schöpfer , das Bewusstsein, zu erkennen und doch wäre es nicht vorhanden, wenn es nicht von Bewusstsein durchdrungen wäre. Der Stab des Äskulap zeigt die Schlange, die sich von oben nach unten ringelt. Die Schlange als Symbol der übergeordneten Intelligenz, des Bewusstseins, sinkt herab in die Materie. Die Heilung des Menschen, zu Beswusstsein kommen, erfolgt auf umgekehrtem Weg, die Schlange windet sich zurück und wird Bewusstsein. Form und Bewusstsein sind eins. Form wäre nicht denkbar ohne Bewusstsein. Formen lösen sich auf, Bewusstsein bleibt, schwindet die Form, so können diejenigen von uns, die sehen gelernt haben, einen Augen-Blick das hinter der Form seiende Bewusstsein erleben, und sich bewusst werden, dass hinter der Illusion des Habens die Fülle des Seins sichtbar wird.
Freitag, 22. Juli 2011
Leben aus der Fülle des Seins
Unser Leben fliesst aus der Fülle des Seins. Es birgt alle Möglichkeiten in sich, es so zu gestalten, dass diese Fülle auch nach aussen sichtbar wird. Solange wir glauben, unser Leben wird von aussen bestimmt, haben wir nichts verstanden. Erst wenn wir begreifen, dass wir es selbst sind, die durch unser Sein auch das Aussen gestalten, erkennen wir die ungeheuren Möglichkeiten, die uns das Leben anbietet. Wir können uns entscheiden für ein Leben aus der Fülle, dann wird uns wie von allein das Leben alles geben, was wir uns wünschen. Wir können uns entscheiden für ein Leben aus der Freude am Sein, dann wird unser ganzes Handeln aus der Freude bestimmt, selbst kleinste alltägliche Handlungen werden aus der Freude geboren und strahlen auf Deine gesamte Umgebung ab. Selbst die Verkäuferin an der Kasse wird Dir ein Lächeln schenken, wenn Sie die Energie der Freude aus Dir spürt.
Ist es so wie Hafiz sagt, - wir sind ein Loch in einer Flöte, duch die der Atem Gottes streicht - oder sind wir nicht selber dieser Atem, der die Flöte zum Tönen bringt Lasst uns jeden Tag, jede Handlung mit Freude füllen, lasst uns diese Freude allen unseren Mitmenschen weitergeben, dann leben wir aus der Fülle des Seins.
Ist es so wie Hafiz sagt, - wir sind ein Loch in einer Flöte, duch die der Atem Gottes streicht - oder sind wir nicht selber dieser Atem, der die Flöte zum Tönen bringt Lasst uns jeden Tag, jede Handlung mit Freude füllen, lasst uns diese Freude allen unseren Mitmenschen weitergeben, dann leben wir aus der Fülle des Seins.
Montag, 20. Juni 2011
Rollenspiele
Wir neigen dazu, unser Leben in bestimmten Rollen zu sehen. Da ist das Kind, die Eltern die Erwachsenen, Jugendlichen, der Arzt, der Pfarrer, der Advokat, der Bildungsbürger – Archetypen die unsere Gedankenwelt geschaffen hat. Wir können noch damit leben, dass unsere Umwelt uns das Etikett eines bestimmten Archetyps umhängt. Problematischer wird es, wenn wir uns selbst kategorisieren und auf ein Rollenspiel einlassen. Wir beschränken damit die unendlichen Möglichkeiten unseres Seins. Ein junger Mensch erfüllt die Erwartungshaltung seiner Eltern, ein Pfarrer beschränkt sich auf die Lehre seiner Kirche, ein Richter spricht recht nach den Buchstaben des Gesetzes und lässt sein Gewissen außer acht, der Soldat tötet, weil das seine Rolle ist. – Wenn wir geboren werden stattet uns das Universum mit seinen ganzen Möglichkeiten aus. Lasst uns diese Möglichkeiten nutzen, lassen wir uns nicht von anderen in eine bestimmte Rolle drängen, was immer wir im Leben machen, lasst uns offen bleiben und teilnehmen an der Vielfalt der Möglichkeiten unserer Existenz. Vor allem aber, beschränken wir uns nicht selbst auf eine bestimmte Rolle, lasst uns unser Leben in all seinen Facetten geniessen.
Sonntag, 19. Juni 2011
Freiheit
Budha hat gesagt: Freiheit ist die Freiheit von Leid. Was verursacht Leid? Wir unterscheiden Leid, das von außen auf uns zukommt, ein Unglück, dass uns Personen oder Dinge aus unserem Leben nimmt und Leid, dass aus unserem Inneren fliesst, aus unserer Gedankenwelt aus unserer Geschichte kommt. Beiden ist gemeinsam, dass es unsere Gedanken sind, die Emotionen auslösen und uns Leid empfinden lassen. Das 20. Jahrhundert hat unvorstellbares Leid über die Menschheit gebracht. Auslöser war das Denken der Menschheit, die Ideologien, die aus dem Denken geflossen sind und menschenverachtend die Welt verändern wollten und zu einem kollektiven Wahnsinn geführt haben. Leid, das von aussen kommt, wird subjektiv wieder von unseren Gedanken verursacht. Personen aus unserem Umfeld sterben, wir verlieren unsere Position, Geld, materielle Güter, es sind unsere Gedanken, die uns dies als Leid empfinden lassen. – Wir erzählen unsere Geschichte, dass Leid das uns in unserer Kindheit angetan wurde, alle Gründe, warum es in unserem Leben nicht so gelaufen ist, wie wir es gerne gehabt hätten, – unsere Gedanken bauen eine Welt des Leids auf, ein Leid, dass aus uns selbst fließt.
Es scheinen also immer die Gedanken zu sein, Gedanken von Dritten, die Leid über uns bringen oder Gedanken aus uns selbst, die das Leid in uns verursachen. Könnten wir uns von unseren Gedanken freimachen, dann würden wir weder das Leid, das von außen kommt als solches empfinden, noch dass Leid aus uns selbst heraus. Die Freiheit von Leid können wir also nur erreichen, wenn wir in die Welt der Freiheit von Gedanken eintreten.
Es scheinen also immer die Gedanken zu sein, Gedanken von Dritten, die Leid über uns bringen oder Gedanken aus uns selbst, die das Leid in uns verursachen. Könnten wir uns von unseren Gedanken freimachen, dann würden wir weder das Leid, das von außen kommt als solches empfinden, noch dass Leid aus uns selbst heraus. Die Freiheit von Leid können wir also nur erreichen, wenn wir in die Welt der Freiheit von Gedanken eintreten.
Dienstag, 14. Juni 2011
Wer bin ich?
Unser ganzes Leben verbringen wir mit der Frage, wer bin ich? eine Zeitlang glauben wir, Ausbildung, Examen, berufliche Positionen, Haus, Familie, der Erwerb der verschiedensten Wirtschaftsgüter trügen zu dem Prozess des sich findens bei. Mit dem Erreichen von jedem uns gesetzten Ziel wird uns klar, das war es nicht. Es muss was anderes sein. Jede von uns angestrebte materielle Form, und dazu gehort auch jedes gedankliche Wissen, unterliegt der Vergänglichkeit. In dem Moment, in dem ich es, das Wissen, oder sie die Form erreicht habe, ist sie bereits im Begriff des sich Auflösens. Das gilt auch für die scheinbar so fundamentalen Daseinsformen wie diesen Planeten oder das ganze All. Das was wir suchen, was uns ausmacht scheint also in der Welt der Formen und Gedanken nicht zu finden zu sein. Hinter der Welt der Formen scheint aber dem Sucher ein intuitives Wissen oder ein Bewusstsein auf, das aus dem Raum fliesst, der hinter oder zwischen den materiellen Erscheinungsformen liegt, der Raum zwischen dem hier und dort. In diesen Raumm gelangen wir durch Meditation, indem wir unsere Gedanken abschalten und in die Stille gehen. Aus der Stille erwächst das Wissen um die Kraft die uns ausmacht, das "Ich bin". Keine Worte können das erklären, weil Worte aus der Ebene der Formen kommen. Aber wenn wir in die Stille gehen, dann bleiben Zeit und Formen hinter uns und wir treten ein in den Raum, der in und zwischen allen Formen liegt, und in dem der Frieden Gottes herrscht der höher ist als alle Vernunft.
Die Antwort auf die Frage, wer bin ich, lautet: "Ich bin".
Die Antwort auf die Frage, wer bin ich, lautet: "Ich bin".
Mittwoch, 25. Mai 2011
Gebet
Die stärkste Form mit unserem eigentlichen Sein in Verbindung zu treten ist das Gebet. Wir sollten nicht beten, wie es die Kirchen lehren, nicht durch vorgegebene Formeln, sondern aus unserem Herzen heraus, so wie wir berührt werden, durch die Schönheit des Sternenhimmels oder einer Blume. Wenn sich unser Herz verbindet mit dem verbindet was dem Herzen gemeinsam mit der Blume und dem ganzen Universum ist, dann sprechen wir mit unseren eigenen Herzensworten.
Die stärkste Form des Gebetes ist das Danken und das Segnen. Unser Sein dankt allem, was um uns ist, unserem Körper, dass er so wunderbar seinen Dienst so viele Jahre geleistet hat, jedem Organ, jeder Zelle, die für uns arbeiten, den Blumen, die für uns blühen, den Bäumen die durch ihr Rauschen zu uns sprechen, dem ganzen Universum, das uns vor Augen führt, wie unser eigenes Universum in unserem Mikrokosmos aussieht.
Und dann senden wir die eigene Kraft unseres Seins durch unseren Segen an alles was in uns und um uns ist, an unseren Körper, an alle Menschen von denen wir umgeben sind, an unser Land und an die ganze Welt. Durch die Kraft unseres Segens verbinden wir uns mit dem ganzen Universum.
Die stärkste Form des Gebetes ist das Danken und das Segnen. Unser Sein dankt allem, was um uns ist, unserem Körper, dass er so wunderbar seinen Dienst so viele Jahre geleistet hat, jedem Organ, jeder Zelle, die für uns arbeiten, den Blumen, die für uns blühen, den Bäumen die durch ihr Rauschen zu uns sprechen, dem ganzen Universum, das uns vor Augen führt, wie unser eigenes Universum in unserem Mikrokosmos aussieht.
Und dann senden wir die eigene Kraft unseres Seins durch unseren Segen an alles was in uns und um uns ist, an unseren Körper, an alle Menschen von denen wir umgeben sind, an unser Land und an die ganze Welt. Durch die Kraft unseres Segens verbinden wir uns mit dem ganzen Universum.
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