Ziele haben immer etwas Endliches an sich. Das Leben selbst kann kein Ziel haben, es ist das Ewige, das Unendliche. Wenn wir jung sind, haben wir Nahziele, wie Schule, Examen, Beruf, Familie. Dann kommen materielle Ziele hinzu, ein Haus, ein Bankkonto, berufliche Positionen. Unser menschlicher Verstand gibt uns immer Nahziele vor, die es zu erreichen gilt. Aber schon bei einer Betrachtung dieser Ziele frage ich mich, bin das ich, der diese Ziele festgesetzt hat, oder etwas anderes? Ist es die Gesellschaft, meine Umwelt, die mir diese Ziele vorgibt, weil sie etwas von mir erwartet? Oder ist es etwas Grösseres, das mein Leben bestimmt? Wie ist es bei der Generation meiner Eltern, die durch zwei mörderische Kriege gegangen sind, die ihr Leben bestimmt haben? Ist das Leben nicht vielmehr etwas, was mir geschieht, wie Geburt, Atmen, Denken? Ist es nicht das Schicksal, das unser Leben bestimmt, etwas was weitgehend unsere Mitwirkungsmöglichkeiten beschränkt? Oder ist es beides, das Fremdbestimmte, das mir geschieht und innerhalb dessen ich meine Entscheidungen treffen kann und das Selbstbestimmte das meinem Willen unterliegt? Wenn ich mein Leben betrachte, kann ich nur zu einem kleinen Teil bestätigen, dass ich mein Schicksal selbst bestimmt habe. Ich habe mich dem Strom des Schicksals anvertraut, das Schicksal in Form meiner Eltern, meiner Kultur, meiner Zeit. Ich war immer neugierig auf das was um mich geschah, was andere erlebten, auf andere Kulturen, andere Sprachen. Im tiefsten Inneren habe ich aber gespürt, ich bin an der Stelle des Lebens geblieben in die ich hineingeboren wurde, habe meinen Teil in der Evolution der Schöpfung ausgefüllt und habe die Tiefe des Lebens aus der ich komme immer gespürt. Ich habe gelebt und es hat mich gelebt. So ist das Ziel des Lebens für mich der Wandel, Teil der Evolution sein, das Leben selbst in mir zu spüren, mich dem Strom des Seins anzuvertrauen, dem ewigen Sein, das nicht den Gesetzen von Geburt und Tod unterliegt.
Mittwoch, 20. Februar 2019
Ziel des Lebens
Ziele haben immer etwas Endliches an sich. Das Leben selbst kann kein Ziel haben, es ist das Ewige, das Unendliche. Wenn wir jung sind, haben wir Nahziele, wie Schule, Examen, Beruf, Familie. Dann kommen materielle Ziele hinzu, ein Haus, ein Bankkonto, berufliche Positionen. Unser menschlicher Verstand gibt uns immer Nahziele vor, die es zu erreichen gilt. Aber schon bei einer Betrachtung dieser Ziele frage ich mich, bin das ich, der diese Ziele festgesetzt hat, oder etwas anderes? Ist es die Gesellschaft, meine Umwelt, die mir diese Ziele vorgibt, weil sie etwas von mir erwartet? Oder ist es etwas Grösseres, das mein Leben bestimmt? Wie ist es bei der Generation meiner Eltern, die durch zwei mörderische Kriege gegangen sind, die ihr Leben bestimmt haben? Ist das Leben nicht vielmehr etwas, was mir geschieht, wie Geburt, Atmen, Denken? Ist es nicht das Schicksal, das unser Leben bestimmt, etwas was weitgehend unsere Mitwirkungsmöglichkeiten beschränkt? Oder ist es beides, das Fremdbestimmte, das mir geschieht und innerhalb dessen ich meine Entscheidungen treffen kann und das Selbstbestimmte das meinem Willen unterliegt? Wenn ich mein Leben betrachte, kann ich nur zu einem kleinen Teil bestätigen, dass ich mein Schicksal selbst bestimmt habe. Ich habe mich dem Strom des Schicksals anvertraut, das Schicksal in Form meiner Eltern, meiner Kultur, meiner Zeit. Ich war immer neugierig auf das was um mich geschah, was andere erlebten, auf andere Kulturen, andere Sprachen. Im tiefsten Inneren habe ich aber gespürt, ich bin an der Stelle des Lebens geblieben in die ich hineingeboren wurde, habe meinen Teil in der Evolution der Schöpfung ausgefüllt und habe die Tiefe des Lebens aus der ich komme immer gespürt. Ich habe gelebt und es hat mich gelebt. So ist das Ziel des Lebens für mich der Wandel, Teil der Evolution sein, das Leben selbst in mir zu spüren, mich dem Strom des Seins anzuvertrauen, dem ewigen Sein, das nicht den Gesetzen von Geburt und Tod unterliegt.
Sonntag, 17. Februar 2019
Der Tempel der Gegenwart
Mit der zunehmenden Bedeutungslosigkeit der Kirchen nimmt auch für die meisten Menschen die Möglichkeit ab eine der Zugangsmöglichkeiten zu sich selbst zu finden. Welch grossartiger Gedanke, im Kirchenjahr den Zyklus des Menschenleben abzubilden. Von der Geburt bis zum Tod spiegelt sich das Leben des Archetyp Mensch in den Lesungen des Jahres wieder. Eines der grössten Versäumnisse der Kirchen war es, den Menschen nicht daraufhin zu weisen, dass Christus die Metapher für Mensch ist und das Leben Christi als Metapher für das menschliche Leben steht . Vielleicht aber ist auch mit dem Niedergang der Kirchen bereits der Moment eingetreten, von dem Jesus sprach, als er darauf hinwies, dass jeder Einzelne den Tempel Gottes in sich errichten soll. – - Der Tempel Gottes ist für mich mein innerer Raum, der sich jenseits meiner Gedanken öffnet, der Raum der Stille, mein eigentliches Sein - Ich gehe gerne in die grossen Kathedralen der Vergangenheit, vorbei an den Touristenströmen, in eine Kirchenbank, und lasse für einen Moment das Treiben um mich hinter mir. Ich verbinde mich mit den Generationen von Menschen, die hier, jeder Einzelne seinen eigenen Weg zum Göttlichen gesucht haben, oft nur im Äusseren, aber viele auch in sich selbst. Ich liebe es, wenn die Stille in mir eintritt, sich der Raum um mich weitet und auch in mir sichtbar wird, der Raum als das Ewige in mir im Wandel der Zeit.
Sonntag, 3. Februar 2019
Von der Heiligkeit des Ganzen
Wir leben mit anderen Menschen zusammen. Das geht nicht ohne Konflikte ab. Viele Konflikte liessen sich vermeiden, wenn wir mehr über uns selber wüssten. Wir beschäftigen Speziallisten, die sich mit uns beschäftigen und uns helfen sollen, unsere Gesundheit zu erhalten, seelische Konflikte zu bewältigen und Pfarrer, die uns daran erinnern sollten, wer wir sind. Es ist ein allgemeines Unbehagen zu beobachten, wenn wir mit der Gerätemedizin konfrontiert werden, wenn die Psychodoktoren unsere Lebensgeschichte erforschen und den frommen Geschichten der Kirchen hört fast niemand mehr zu. Und immer mehr Menschen wenden sich der Meditation zu, Yoga, fernöstlicher Weisheit.
Dabei verfügt unsere Kultur genauso über alle Voraussetzungen, über die Grenzen unseres physischen Lebens hinauszuschauen, nicht nur die Beschäftigung mit unserem Körper zu betreiben, die kurze Geschichte unseres Lebens zu erforschen und dabei immer nur das zu sehen, was unsere beschränkten Sinne in der Lage sind zu erfassen. Wir beschäftigen uns mit der Natur und mit allem, was wir der Natur angetan haben, wir beschäftigen uns mit unseren Lebensgrundlagen und wie wir diese mit den Entwicklungen der Technik verändern, wir fragen uns, ob wir uns nicht selbst unsere Lebensgrundlagen entziehen. Andere Menschen sind besorgt, wenn sie die Migrationsströme sehen, die es zu allen Zeiten gegeben hat, die sich aber verstärkt haben, wo die Lebensgrundlagen sich veränderten .
Fast niemand aber beschäftigt sich mit der Heiligkeit der Natur, mit der Ganzheit, aus dem alles Leben fliesst, mit der Heiligkeit des Menschen, mit der Ganzheit dieses Planeten. Wie immer der Mensch mit seinen Erfindungen die Oberfläche dieses Planeten verändern mag, er ist nicht in der Lage, das was diesen Planeten und die Natur und den Menschen ausmacht zu ändern. Die Ganzheit und die Heiligkeit von allem was aus der Schöpfung fliesst bleibt ganz und unverändert, weit über die Zeit hinaus, in der es das Leben auf diesem Planeten gibt. Wenn wir bei uns selber anfangen und die Heiligkeit in uns suchen, dann erkennen wir, dass jeder Einzelne ein Teil des grossen Ganzen ist. Wenn wir hinter die physische Oberfläche zu blicken lernen, dann erschliesst sich eine neue Dimension der Tiefe, in der wir alle miteinander verbunden sind. Es ist diese Tiefe, aus der alles fliesst, das Leben auf diesem Planeten, der gesamte Kosmos und in die alles zurückfliesst im ewigen Kreislauf des Lebens.
Mittwoch, 30. Januar 2019
Kopf und Krankheit
Wir kennen den Satz: Alle Krankheiten entstehen im Kopf. Wie an vielen solchen Einsichten ist auch an dieser etwas Wahres. Sicher entstehen ansteckende Krankheiten nicht im Kopf und da kann die Medizin auch oft weiter helfen. Wie ist es aber bei den chronischen Krankheiten? Wir alle kennen den Denker in unserem Kopf, der unablässig spricht und den wir nur schwer zum Schweigen bringen. Ich denke nicht, sondern es denkt mich. Viele Handlungen wie Fernsehen, Handymisbrauch können darauf zurückgeführt werden, dass wir diesen lästigen Denker ausschalten wollen. Die Jugendlichen wollen vielleicht nicht ihre Gedanken der Unsicherheit und des Versagens hören, die Älteren nicht die Gedanken über das Scheitern ihrer Träume oder über die Vergänglichkeit des Seins. Hier im Kopf entstehen die negativen Gedanken die Auslöser mancher chronischen Krankheit sind.
Solange wir uns über Äusserlichkeiten definieren, Körper, Schönheit, Stand, Alter, Familie, Ausbildung, Geld, Macht, Reichtum, unseren Partner – führt der Wegfall von diesem Inhalt zu einer Leere und zu negativen Gedanken. Die Frau verliert ihre Schönheit, der erfolgreiche Geschäftsmann sein Vermögen, der Diktator seine Macht, der Professor erkennt die Grenzen seines Denkens, der Ehepartner lässt sich scheiden. Sie alle verlieren den vermeintlichen Inhalt ihres Lebens und fallen in ein Loch und eine Leere und suchen nach neuen Orientierungspunkten. Der Denker im Kopf entwickelt negative Gedanken, wer bin ich, wenn ich das was so wichtig für mich war verliere? Und das bleibt nicht ohne Folgen. Alle negativen Gedankden lösen auf der Ebene des Körpers negative Emotionen aus. Negative Emotionen sind ein Gift, dass sich auf meinen Körper auswirkt. Wir greifen zur Flasche, wir verwöhnen uns mit Essen, wir lenken und durch sinnloses Amusement ab, es muss das ausgeglichen werden, das mir fehlt, das vorher so wichtig war. Der Verlust und der Ärger im Kopf wirken sich langsam auf unser ganzes Leben aus, auch auf unsere inneren Organe. Es schlägt mir dann nicht nur auf die Nieren und es ist mir nicht nur eine Laus über die Leber gelaufen, sondern es tritt eine ständige Vergiftung meines Körpers ein, eine Vergiftung durch Gedanken und die hierdurch ausgelöste Änderung des Lebens. Wenn ich nicht erkenne, das ich selbst der Verursacher dieser Veränderungen in mir bin, wird am Schluss ein chronischer Kranker aus mir, dem auch kein Mediziner mehr helfen kann.
Sonntag, 20. Januar 2019
Kinder und Krankheit
Kinder kommen zu uns, weil sie für unser Leben eine besondere Bedeutung haben, aber auch weil wir für ihr Leben entscheidend sind. Wir nehmen oft nur das Kind wahr, das kleine Wesen, das es zu beschützen gilt, für das wir sorgen, bis es selber in der Lage ist für sich zu sorgen. Ich habe immer gewusst, dass das was das Kind ausmacht, das Leben, das Sein, das aus dem das Kind heraus entsteht und ohne das, das Kind nicht wäre, vom ersten Tag des Lebens auf dieser Welt ganz da ist, sich nicht verändert, denn es ist das Ewige in uns, jenseits von Geburt und Tod, untrennbar verbunden mit unserer irdischen Gestalt. Auch dieses Wesen, das wir die Seele nennen, braucht seine Nahrung und seine Arzneien, sie sind nur anderer Natur als das was uns die Ärzte zu bieten haben. Viele Krankheiten die sich physisch äussern, müssten auch auf der Ebene der Seele behandelt werden. Wir wissen nicht warum eine Seele bedürftig wird, wir müssen aber unser Bewusstsein schärfen, wenn die Schulmedizin an ihre Grenzen gerät. Unsere Seele und die Seele des Kindes sind auf das Engste miteinander verbunden. Unsere Seele weiss, was der Seele des Kindes fehlt. Ich muss den Heilungsprozess der Seele bei mir selbst beginnen, in die Stille gehen, auf die Stille lauschen und das Kind mit in meine Stille nehmen, indem ich es zu mir nehme, einfach nur halte, für es da bin. Nur in der Stille und in der Zuwendung die ich in der Stille meinem Kind gebe, liegt die Medizin, nach der mein Kind verlangt. Es ist die eigentliche Liebe die ich zum Fliessen bringe, wenn ich innhalte und sie aus der Stille fliessen lasse. Es ist die Liebe, die aus dem tiefsten Inneren meines Seins fliesst und die sich durch einen Blick und eine Berührung äussert und von der anderen Seele wahrgenommen wird. Es ist die Medizin, die stärker ist als alle Medizinen dieser Welt. Sie setzt unser volles Dasein voraus, keine Ablenkung, keine Worte, keine Gedanken, einfach nur da Sein und in unser Inneres lauschen, von dort her kommt Heilung für mich und für das kleine Wesen, das sich mir anvertraut hat.
Freitag, 11. Januar 2019
Identifikation
Eine der Errungenschaften des Alters ist die Einsicht. Wir
erkennen immer mehr wie die Dinge, die uns umgeben an Bedeutung verlieren.
Unsere Identität machen wir an unserem Namen fest, an Titeln, an Ausbildung,
Position im Beruf, vielleicht auch an Dingen, wie Gegenstände, Besitz, Macht,
Reichtum, oder an unserem Körper, Aussehen, Leistungen, vor allem aber an dem
Ansehen, dass wir oder diese Dinge bei Dritten geniessen könnten. Im Alter legen wir Stück um Stück von diesen
Dingen beiseite, bis uns am Schluss nur noch unsere Person bleibt und wir als
tiefere Erkenntnis die Bedeutungslosigkeit aller Dinge dieser Welt begreifen.
Vielleicht haben wir auf diesem Weg eine neue Erkenntnis erhalten, dass hinter jedem
Ding das wir ablegen eine Leere erscheint und dass es diese Leere ist, die die
Tiefe des Seins ausmacht, und am Ende uns auch selbst erfüllt, und immer war
und immer sein wird.
Sonntag, 6. Januar 2019
Am Jahreswechsel
Ein neue Jahr hat begonnen. Schon verblassen die
Erinnerungen an das alte Jahr. Bald wird nur noch ein Schatten in unserem
Gedächtnis an das Vergangene übrig bleiben. Das Leben beginnt sich neu zu
regen. Die Tage werden wieder länger. Bald werden die Sonnenstrahlen die
Pflanzen zu neuem wachrufen. Alles beginnt von Neuem im ewigen Zyklus. Diesen
Zyklus nennen wir das Jahr, gebunden an die Zyklen der Sonne.
Was wir als das Jahr bezeichnen ist die ewige Wiederkehr des
Lebens. Das Jahr selbst ist vergänglich, ein Gedankenkonstrukt. Wir zählen die
Jahre, in unserem Kulturkreis ab Christi Geburt. Was ist so bedeutend an diesem
Ereignis gewesen, dass wir unser Zählsystem an diesem Ereignis
festmachen? Warum nicht ab dem Urknall,
warum nicht ab dem Erscheinen von Leben auf dem Planeten, warum nicht ab dem
Erscheinen von Menschen?
Das Erscheinen eines erleuchteten Menschen hat die Mitmenschen so
beeindruckt, dass sie ihre Zeitrechnung nach ihm änderten. Die alten Religionen
hatten Gott immer als ein Gegenüber begriffen, als Personifizierung des
Erschaffenden. Mit Christus wurde für unsere Welt zum ersten Mal das Göttliche für den Menschen im Menschen selbst
und in der Schöpfung sichtbar. Das
Bewusstsein wurde sich im Menschen seiner selbst bewusst. Diese Änderung war ein evolutionärer Schritt
der Menschheit, ein Aufblühen unseres Selbstverständnisses und ein Erkennen der
übergeordneten Intelligenz in uns selbst und in der gesamten Schöpfung, von den
Galaxien über die Materie, hin zu allen Lebensformen. Die Erkenntnis, dass in Allem
das gleiche Leben vorhanden ist, der gleiche Schöpfergeist, und alles sich in
einer evolutionären Entwicklung befindet, im ewigen Rhythmus der Zeit. Der
Blick des Menschen richtet sich von den äusseren Erscheinungen nach innen und erkannte das Leben in sich
selbst. Es muss schon damals Menschen gegeben haben, die so beeindruckt von
dieser Einsicht waren, dass sie selbst die Zeitrechnung an der Geburt eines
Menschen neu orientierten.
Wenn wir am Jahreswechsel das Erwachen der Natur beobachten, gedenken wir des
Erwachens des menschlichen Bewusstseins. Wir sehen die ewige Wiederkehr des
Lebens, wir erkennen das Geburt und Tod nur die physischen Erscheinungsformen verändern.
Das was diese Erscheinungsformen ausmacht aber schon ewig war und ewig sein wird. Wir erkennen die Tiefe
unseres und allen Seins.
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